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Zuständigkeit der BGs
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Bei Arbeits- und -wegeunfällen sind "glücklicherweise" die Berufsgenossenschaften zuständig, was einem die Eigenanteile wie bei den Krankenkassen erspart. Dies sollte man jedoch den behandelnden Stellen gleich mitteilen, damit eine unverzügliche Meldung an die zuständige BG erfolgen kann!

Was auch nicht jeder weiß, ist:

1. Die Fahrtkosten der Familienangehörigen für die Krankenhausbesuche werden vollständig übernommen, d. h. Hin- und Rückfahrt! Am besten, man notiert sich diese Tage.

2. Es werden alle Fahrten für die verschiedenen Krankenfahrten zum Arzt, den Therapeuten, Apotheke oder zum Sanitätshaus bezahlt. Auch wenn man wegen der schlechten Verkehrsverbindung sogar fliegen muss, weil die Klinik mit dem Auto sehr schwer erreichbar ist, werden die Kosten erstattet (zumindest innerhalb Deutschlands).

3. Solange man fahruntauglich ist, benötigt man für solche Fahrten meist einen "Chauffeur", der sich vermutlich extra Urlaub nehmen muss. Auch diesen Lohnersatz übernimmt die BG!

4. Falls man nicht Autofahren darf oder kann und dadurch auf ein Taxi angewiesen ist, sollte man sich bei dem zuständigen Unternehmen erkundigen, ob von deren Seite eine "Sammelrechnung" möglich wäre, damit man nicht für jede Fahrt ein Rezept zur Krankenbeförderung braucht. 

Um fest zu stellen, ob man wieder "fahrtauglich" (ein furchtbares Wort!!!) ist, muss erst - wieder einmal - ein med. Gutachten gemacht werden. Da es auch im Sinne der BGs ist, wenn man wieder mobiler ist, werden auch dafür die Kosten übernommen - auch für die Beförderungen dazu!

5. Sollte man sich längere Zeit in einer Reha-Klinik befinden, die nicht allzu weit entfernt ist, steht einem auch alle zwei Wochen, wenn es die Klinik befürwortet, ein "Heimurlaub" zu. Diese Fahrtkosten werden auch erstattet. 

6. Wenn man körperlich soweit eingeschränkt sein sollte, dass man sich selbst kaum helfen kann, ist es möglich, dass man sich eine Haushaltshilfe nehmen kann. Man muss sie jedoch erst beantragen!

7. Bei größerem Verschleiß der Kleidung wegen notwendigem Rollstuhl oder Krücken werden die Kosten auch übernommen.

Am besten geht es voran, wenn man alle Unterlagen wie Rechnungen sammelt und sämtliche Vorkommnisse protokolliert, ähnlich wie beim Tagebuch. Durch mehrere Krankenhausaufenthalte verliert man nämlich leicht den Überblick! Bei manchen Teilen ist auch eine vorherige Antragstellung oder zumindest eine telefonische Anfrage notwendig.

Natürlich sollte man bei diesen wichtigen Punkten nicht allzu fordernd auf sein Recht plädieren! Die Angestellten der Berufsgenossenschaften bemühen sich meiner Erfahrung nach bestmöglichst, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Da die einzelnen Fakten jedoch erst untersucht werden müssen und der Zustimmung bedürfen, dauert es manchmal ein wenig.

Bzgl. der Umschulung ist übrigens der Berufshelfer der BG der Ansprechpartner, der sich für die Berufsfindung einsetzt.

zuletzt aktualisiert am 09.06.14

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