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Liebe Leidensgenossen!

Durch meinen Motorradunfall im Juli 2000 habe ich mir ebenfalls unter anderem eine komplette Plexusläsion mit den "dazugehörigen" Phantomschmerzen zugezogen.

Bis vor ein paar Monaten dachte ich eigentlich, ich würde damit ganz gut zurecht kommen. Allerdings schränken mich diese z. T. höllischen Schmerzen doch sehr ein, weil ich mich in solchen Momenten immer ganz auf meinen Arm konzentrieren muss, damit er sich wieder beruhigen kann!

Nachdem mir die "normalen" Schmerzmedikamente dauerhaft auch nicht weiterhalfen, versuchte ich es dann mit autogenem Training - allerdings ohne professionelles Training, nur was ich von meiner Mutter noch in Erinnerung hatte. Das hat mir zwar schon etwas geholfen, allerdings nur, wenn mich die Schmerzen nicht gerade direkt attackierten.

Als ich durch meine Schwester (=Arzthelferin) von den Schmerzpflastern erfuhr, setzte ich mich gleich mit meiner Schmerztherapeutin (=Anästhesistin) in Verbindung. Sie erwähnte dann die "Relaxation nach Jacobson" (=aktive Muskelentspannung), die ich dann bei ihr erlernte und seitdem regelmäßig anwende.                                                                                        Die Kosten dafür werden sogar von den/oder auch nur von manchen (?) Krankenkassen übernommen. Am besten vorher nachfragen!!

Der Vorteil dieser Anwendung ist, dass man sie auch tagsüber anwenden kann, weil man dadurch auch nicht so leicht einschläft wie bei dem autogenem Training. Bei dieser Methode werden die verschiedenen Muskeln nach einem bestimmten Ablauf erst angespannt, wieder entspannt und dann nochmals "wachgerüttelt".

Mittlerweile hilft mir auch die "Kurzform" davon, d. h. ich spanne nur noch die Muskeln meines gelähmten Armes an, wo sich die Schmerzen gerade befinden.

Für solche, denen diese Methode auch nicht weiterhelfen sollte, wäre vielleicht Hypnose eine Alternative.

Jetzt muss ich aber noch erwähnen, dass mit der Schmerzbehandlung so früh wie möglich begonnen werden sollte, damit sich ein "Schmerzgedächtnis" erst gar nicht so intensiv aufbauen kann! Das schlimme an den Phantomschmerzen ist halt, dass es leider kein Allgemeinheilmittel gibt.

Ich selbst bin leider auch noch nicht ganz schmerzfrei. Aber im Vergleich zu den Anfängen meiner "Unfallkarriere" geht es mir diesbezüglich schon wesentlich besser und kann mich auch wieder vermehrt auf andere Dinge konzentrieren!

=> Und wieder ein Stück mehr Lebensqualität!

zuletzt aktualisiert am 09.06.14

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